Mittwoch, 05 Oktober 2011 08:36

...von Roter Erde

geschrieben von  JamesVermont

Am kommenden Wochenende findet zum ersten Mal in Wien ein Pagan Poetry - Abend statt.
Dort werden Geschichtenerzähler und Künstler Texte von "neuheidnisch"-Interessierten Autoren vortragen. Ich hab mich mit zwei Texten der Auswahl gestellt. Nachstehend könnt ihr sie vorab lesen:

...von der roten Erde

Dort wo einst Stand eine Festung,
Steine längst vergessen,
ranken Mythen, Schlangen, Äste
sich aus roter Erde nährend,
glitzern, strahlen Gedankenwege weit ins Land.

Einst befleckt mit Schande,
verloren Herren Heere,
doch wissen die Alten, die dort wohnen
um den Kummer lachend schwer
Lauschen Bäume wissend ums Geschehen
teilen bärtig ihre Liebe mit denen, die ergriffen gehen.

Wandeln Demut unter Tränen zu Stolz
legen in den Weg, Stein und Holz
Sehen weit ins Land und doch in sich
Können hüten das Geheimnis,
ohne Schlüssel und Verstand,
Wissen um Mensch und Land

Lassen fallen fliegend Drachen
steigen Lüfte hoch vom Tal,
erzählen von Freude von dem Einen und von Qual
rauschen im Ginster - singen mit den Ahnen
Lodern Flammen in den Augen
schneiden in die Seele Bahnen

Haben jeden Hass schon gesehen
Jede Leidenschaft vergehen.
Und doch alles nicht,
leben lieben leiden, Millionen alt
durchdrungen vom Vergessen
unersetzlich durch dein Wesen
Wertvoll wie der Stein.
Ich setzte mich an ihr Feuer das ewig bleibt.
Rote Erde


 

Der Weg zum Erddrachen

Der Werg zum Erddrachen

Komm schon, Drache, reg Dich,
ich weiß, Du bist da, also beweg' Dich
Der Funken meines Atems bringt das Holz zum glühen,
sei der Zunder, lass uns fühlen;
Legt die Hände ineinander - singt den Weckruf miteinander;
Stampft am Boden - bringt das Blut zum brodeln;
Auf das die Erde bebe;
und der Drache sich erhebe!

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